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Das Frankfurter Gallusviertel (Jetzt Frankfurt Gallus) wird mit fortschreitender Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Westen der Stadt besiedelt. Der Arbeiter-Stadtteil Frankfurts erhält seinen Namen von der mittelalterlichen Galluswarte (früher „Galgenwarte“, weil dort der städtische Galgen stand). Den älteren Bewohnern ist noch die Bezeichnung „Kamerun“ für das Gallusviertel bekannt. Sie könnte ihren Ursprung im Anblick der rußgeschwärzten Arbeiter haben. Als 1903 im Stadtteil eine katholische Gemeinde gegründet wurde, wählt man als Kirchenpatron den hl. Gallus, um durch die Namensgleichheit „Gallus“ Kirchengemeinde und Stadtteil miteinander zu verbinden.
Der hl. Gallus (geb. 550) stammt aus Irland. Als mutiger Missionar bricht er 590 mit Kolumban von dort auf, um auf dem Festland ein Leben in Buße zu führen. Sie verbrennen Heiligtümer der Alemannen und versenken deren Opfergaben. Die Alemannen wollen Gallus töten. Gallus bleibt am Leben und baut sich eine Klause am Westrand des Bodensees. Er fastet streng und betet täglich die Psalmen. Er versteht es, die Sprache der Einheimischen zu sprechen. Sein Wort rührt sie an. Er lehnt eine Berufung zum Abt von Luxeuil ab. Die Berufung zum Bischof von Konstanz lenkt er auf seinen Schüler Johannes. Er stirbt 620. Auf ihn gehen die Ursprünge von Kloster und Stadt St. Gallen (Schweiz) zurück. Gallus wird oft mit dem Bären dargestellt. Der Legende nach soll der Bär ihm beim Bau seiner Klause geholfen haben
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